schwarz-weiße sachverhalte kann es in der welt nicht geben


Steffen Kern O.T.(Shoe), 25x25cm, Kohlestift auf Papier, 2019

Stefanie Hofer Jupiter II Aquatinta auf Bütten 25x31 cm 2019

Stefanie Hofer "Hehlentorfriedhof"

Stefanie Hofer "Roßsche Villa"

Stafanie Hofer

Steffen Kern

.

.

.

.

Stefanie Hofer
Steffen Kern


13.10. - 24.11.2019
 

Stefanie Hofer und Steffen Kern arbeiten mit einer meist schwarz-weißen Bildsprache. Diese steht bei beiden in Bezug zur Ästhetik der Fotografie, die sie in Ihren Arbeiten auf unterschiedliche Weise transformieren - so übersetzt Stefanie Hofer fotografische Vorlagen mit der Technik der Radierung in malerische Vegetations- und Architekturstrukturen, Steffen Kern konstruiert zeichnerisch aus seinem Gedächtnis Bilder, die er mit fotografischen Momenten versieht.

Am Sonntag, den 13. Oktober wurde die Ausstellung „schwarz - weiße sachverhalte kann es in der welt nicht geben“ durch Dr. Uwe Kerstan, 1. Vorsitzender des Kunstvereins Celle, eröffnet. Er begrüßte die über 80 Besucherinnen und Besucher und ging in seiner Rede auf die von STEFANIE HOFER und STEFFEN KERN geschaffenen „Celler Werke“ ein. Er würdigte die beiden Radierungen „HEHLENTORFRIEDHOF“ und „ROSS´SCHE VILLA“ und erläuterte KERNS Videoarbeit „THEORY AND PRACTICE OF LOVE“. Diese hat ihren Ausgangspunkt in Augenzeugenberichten der Pogromnacht vom 9.November 1938, als das Celler Modehaus Hasall zerstört wurde, nimmt weiterhin Texte von de Sade auf, in welchen Menschen über Menschen Gewalt ausüben.

Im anschließenden von Thilo Liebscher moderierten Künstlergespräch wurden die Themen und Arbeitsweisen der beiden ausstellenden Künstler detailreich herausgearbeitet. HOFER versteht Gärten als Spiegelbild der jeweiligen Gesellschaft und schafft in ihren äußerst aufwendigen, zeitintensiven Aquatinta-Weichgrund-Radierungen neue Bildrealitäten,

in welchenRaumtiefe, Licht und Schatten meisterhaft gesetzt sind.

KERN schöpft aus einem mentalen Bildarchiv und zeichnet mit dem Kohlestift archetypische Bilder von Gegenständen, Gebäuden, Räumen, die jeder irgendwie kennt, aber so, mit ästhetischen Stilmitteln der Fotografie dargestellt, noch nie gesehen hat.

Am Schluss stellte Dr. Uwe Kerstan die Ausstellungsdokumentation vor, die durch Qualität und Design besticht.

Alle Besucher waren beeindruckt von diesen künstlerischen Positionen, die singulär in Deutschland sind.

Hier die Einladung 
und hier der CZ Bericht zur Vernissage